FEM*LANGUAGE ENCOUNTERS

femlanguage1

Hotel Continental & Fem*HUB | 18. – 20.10.2024

ÜBER DAS PROJEKT

FemLanguage Encounters ist eine von sechs Veranstaltungen der FemArtWeekends, die darauf abzielen, die Sichtbarkeit von kulturschaffenden Frauen* aus Belarus und der Ukraine in Berlin zu stärken. Die Reihe bietet eine Plattform zur Auseinandersetzung mit Themen wie Identität, Geschichte und Geschlecht aus weiblicher und dekolonialer Perspektive. Das Projekt wird unter dem Label FemBridging Cultures initiiert und mit Partnerinnen umgesetzt und vom Auswärtigen Amt im Rahmen des ÖPRProgramms gefördert.

femlitweekend2

PROGRAMM

18. Oktober / 18:00-20:00
Fem*HUB Bridging Cultures
Self-publishing: queer-feministischer Workshop

19. Oktober
Hotel Continental
„Sprache 404“: Koloniale Kontinuitäten und Praktiken des Widerstands

20. Oktober
Hotel Continental
„Leitfaden zur Feminisierung der belarusischen Sprache“


Queer-feministischer Workshop zur Non-Binarität in der Sprache

femlanguage2

In diesem Workshop haben Teilnehmer*innen die Möglichkeit, eigene Zines zu erstellen und eigene Kreativität aktiv und eigenständig zum Ausdruck bringen, um Gedanken und Erfahrungen in Zine-Form zu teilen.

Zines sind ein aktivistisches Self-Publishing-Format und vieles mehr. Sie werden meist in Einzel- oder Kleinauflagen produziert und sind ein beliebtes Medium zur Solidarität, zum Ausdruck von Emotionen und zur Verbreitung wichtiger Ideen.

Sprache: Ukrainisch und Belarusisch.

Den Workshop leiten Mariam Agamyan und Galka Yarmanowa (UA).

Mariam Agamian ist eine queere Feministin, Co-Autorin von Queeradio, Dramatikerin. Sie erstellt Zines für den öffentlichen und privaten Gebrauch.

Galka Yarmanova nutzt Zines als Forschungsmethode in Universitätskursen zu Queer-Theorie und zum kreativen Schreiben. Siedokumentiert und archiviert Zines zusammen mit dem Kollektiv“Samozvanki” (“Namensbetrügerinnen”).


„SPRACHE 404“: KOLONIALEKONTINUITÄTEN UND PRAKTIKENDES WIDERSTANDS

In Alina Nahornajas Buch „Mova 404“ werden die Erfahrungen vieler Menschen dokumentiert, die in Belarus sprachlicher Diskriminierung ausgesetzt waren. Aus historischer Perspektive und anhand alltäglicher Beispiele thematisiert das Buch die Kolonisierung der belarusischen Sprache und zeigt, wie sich koloniale Kontinuitäten in der Gegenwart manifestieren. Im Rahmen der Veranstaltung findet eine Online-Diskussion mit Alina Nahornaja statt. Zudem werden einige Auszüge aus dem Buch auf Belarusisch sowie in deutscher Übersetzung vorgelesen.

Alina Nahornaja (online), moderiert von Jania Reviaka, Texte werden von Katsiaryna Yavorskaya vorgetragen.

Sprache: Belarusisch und Deutsch.

femlanguage3

LEITFADEN ZUR FEMINISIERUNG DER BELARUSISCHEN SPRACHE

Öffentliche Diskussion mit dem Soziolinguisten, Politikwissenschaftler und Übersetzer Uladzislau Harbacki anlässlich der Neuauflage seines Buches “Ein Leitfaden zur Feminisierung der belarusischen Sprache”(Skaryna Press 2024). Dieses Werk ist das Ergebnis langjähriger Forschung.

femlanguage7

Im Rahmen der Veranstaltung berichtete Uladzislau aus soziolinguistischer Perpektive über die Bedeutung der Feminitiva in der Sprache, ihre spezifischen Entstehungsweisen im Belarusischen und gab sowohl historische als auch aktuelle Beispiele für Feminitiva. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mid dem Skaryna Press Verlag (London) statt.

Moderation: Jania Reviaka, Sprachen: Belarusisch


AKTION FÜR MARIA KALESNIKAVA.
82 BRIEFE AN DEN BUNDESKANZLER UND DIE AUSSENMINISTERIN

Maria Kalesnikava sitzt seit fast vier Jahren unschuldig im Gefängnis, seit fast 600 Tagen ohne jeglichen Kontakt. Sie wird isoliert, ist gesundheitlich schwer angeschlagen und vom Hungertod bedroht. Maria ist eine von fast 1.400 politischen Gefangenen in Belarus, die zu Unrecht inhaftiert sind. An unserem Infostand waren Besucher*innen eingeladen, Briefe an Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock zu unterzeichnen. Die Aktion wurde von Tatsiana Khomich, Marias Schwester, initiiert und ruft zur Freilassung Marias und aller politischen Gefangenen in Belarus auf. Die Aktion wurde begleitet von einer Buchpräsentation: „Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter“ von Cordelia Dvorak, ein Band mit Briefen inhaftierter Frauen aus Belarus. Vor Ort wurde zudem ein Video zur Publikation gezeigt.

femlanguage6
PARTNERSCHAFTEN UND FÖRDERER
Nach oben scrollen